Pesto alla genovese selber machen

Pesto alla genovese selber machen… lange habe ich mich das nicht getraut. Und ehrlich gesagt, hatte ich auch keinen Bock drauf. Wozu auch? Immerhin habe ich mehr als 15 Jahre meines Lebens in unmittelbarer Nähe der italienischen Grenze verbracht und habe mich dort stets mit einem ordentlichen Vorrat meiner Lieblingsnudelsauce eingedeckt, der dann irgendwie doch nur bis zum nächsten Wochenende gereicht hat. Ups. 

Tja, jetzt habe ich meinen Lebensmittelpunkt nach Wien verlagert und in Bratislava ist das Pesto dann doch nicht ganz so gut. Und da mir meine Basilikumsträucher irgendwie immer innerhalb eines Tages eingehen und ich es immer so schade drum finde, musste ich abwägen: Kann ich innerhalb eines Tages so viele Himbeer-Hugos (Rezept folgt, sobald der nächste Basilikumstrauch bei mir eingezogen ist ;D) trinken, dass ich das Basilikum komplett aufbrauche? Nicht, ohne meine Leber und außerdem meine Nachbarn zu verärgern, da ich im betrunkenen Zustand zu Gesangseinlagen neige. Und Singen ist zwar eine meiner größten Leidenschaften, aber leider nicht mein allergrößtes Talent. Also musste ich fast Pesto draus machen. Mir blieb nichts anderes übrig.

Und – Überraschung – es schmeckt. Sehr sogar! Auch, wenn ich es in meinem Fall etwas zu gut mit dem Knoblauch gemeint habe und nach der ersten Kostprobe jeden Vampir hätte verschrecken können. Daher habe ich die Knoblauchmenge im Rezept etwas angepasst. Dennoch empfehle ich dir, das Pesto nicht vor dem ersten Date zu essen. Andererseits… Ich habe letztens festgestellt, dass die absolute Basis einer jeden gesunden Beziehung dasselbe Verhältnis zu Knoblauch ist. Wenn einer Knoblauch mag, der andere ihn jedoch hasst, kann das auf Dauer nicht gut gehen. Also wäre das wohl eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob der oder die aktuelle Angebetete Heiratsmaterial ist.

Tja, da ist sie wieder, die alte Singlelady, und gibt Beziehungstipps. Na bravo. Bevor das noch eskaliert, hauen wir mal lieber das Rezept raus 😉

5 von 1 Bewertung
Drucken

Pesto alla genovese

Länder & Regionen Italian
Keyword Pesto
Zubereitungszeit 20 Minuten
Portionen 1 Glas

Zutaten

  • 30 g Pinienkerne
  • 60 g Parmesan
  • 1 Strauch Basilikum
  • 1 Stk Knoblauchzehe nach Geschmack gerne auch mehr oder weniger
  • 75 ml Olivenöl

Anleitungen

  1. Heize das Backrohr auf 140° Umluft vor

  2. Gib die Pinienkerne auf ein Backblech und ab in den vorgeheizten Ofen damit. Etwa 10-12 Minuten auf der zweiten Schiene von unten rösten lassen, bis sie goldbraun sind. Anschließend rausnehmen und abkühlen lassen.

  3. Den Parmesan reiben und die Knoblauchzehe hacken. 

  4. Die Basilikumblätter abzupfen, waschen und trocken tupfen

  5. Basilikum, Parmesan, Pinienkerne und Knoblauch falls vorhanden mit der Küchenmaschine vermengen. Alternativ tut's auch der Pürierstab. 

  6. Wenn sich die Zutaten schlecht vermengen lassen, einfach etwas vom Olivenöl dazugeben.

  7. Das Pesto in ein sauberes Glas füllen und mit dem Olivenöl vermengen bzw. aufgießen. 

  8. Am besten mit frischer Pasta genießen 😍

Bei mir ergibt dieses Rezept ungefähr ein Glas. Eventuell ist es bei dir je nach Glasgröße etwas mehr oder weniger. Die Knoblauchmenge kannst du ganz nach deinem Geschmack anpassen.

Besonders gut schmeckt das Pesto zu Tagliatelle oder anderen Bandnudeln. Aber auch in Tomate-Mozzarella-Panini macht es sich super. Und während ich diese Zeilen so tippe, merke ich, dass der letzte Italien-Urlaub auch schon wieder eine Weile her ist… aber bis dahin habe ich zum Glück mein Pesto.

 

 

Pin it!

2 Kommentare

  1. 7. Juni 2018 / 16:28

    Haaaa, das klingt gar nicht mal sooo schwierig! Muss ich mal probieren. Und übrigens: Ich mag deine Art zu schreiben total!!! :-))

    • tasteandtea
      Autor
      7. Juni 2018 / 21:54

      Daaaanke liebe Kathi, das mit dem Schreibstil kann ich nur zurückgeben, deine Beiträge sind immer wieder ein Hochgenuss 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.