Black Latte selber machen

Trinkst du deinen Kaffee gerne so schwarz wie deine Seele? Ich muss zugeben, bis vor einem Monat hätte ich diese Frage noch mit einem entschiedenen Nein! beantwortet. Immerhin geht für mich kaffeetechnisch wirklich nichts über einen guten Cappuccino. Aber mein erster Besuch im Café Telegraph hat mich zum Umdenken animiert – denn dort habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Black Latte getrunken. Und nach dem ersten Schluck war ich hin und weg davon. Weil ich aber auch andere Cafés für dich testen möchte und deshalb nicht immer in das eine gehen kann, habe ich mich gefragt, ob ich meinen Black Latte selber machen kann. Und die gute Nachricht ist: Ja, man kann!

Als ich zum ersten Mal meinen Black Latte gezaubert habe, musste ich ihn natürlich sofort auf Instagram teilen. Er sah einfach zu toll aus, um es nicht zu tun! Und ich glaube, mich haben selten so viele Antworten auf eine Instastory erreicht.

“Oh mein Gott, was ist das?”, “Ich will das auch!”, “Wie schmeckt das?” und “Wie kriegt man diesen perfekten Milchschaum hin?” waren nur ein paar der zahlreichen Nachrichten, die ich daraufhin erhalten habe. In diesem Moment war mir klar: Der Black Latte verdient nicht nur eine läppische Instagram-Story, er verdient einen ganzen Blogpost!

Aber was genau hat es nun mit dieser Farbe auf sich? Natürlich, du könntest einfach schwarze Lebensmittelfarbe nehmen und den Kaffee damit einfärben. Habe ich aber in diesem Fall nicht gemacht. Wir wollen ja nicht nur einen coolen Look, sondern auch einen gesundheitlichen Mehrwert, nicht wahr? Deswegen wird mein Black Latte mit Aktivkohle versetzt (falls du gerade keine Aktivkohle zuhause hast, ich nehme diese hier*).

Momentan passiert ja ein regelrechter Hype um Aktivkohle und auch ich habe mich damit infizieren lassen! Ob Gesichtsmasken, Zahnpasta oder eben Black Latte – ich liebe alles, das mit Aktivkohle versetzt wurde. Erstens sieht es grandios aus und zweitens ist es ein natürliches Mittel für so ziemlich alles. Als Gesichtsmaske soll es gegen Pickel helfen, es soll die Zähne aufhellen und eine Wunderwaffe gegen Durchfall, Blähungen und sogar gegen einen Kater sein – ja, das habe ich nach einem Abend mit zu viel Herbert und seinen Freunden selbst getestet (nur zu Recherchezwecken, versteht sich!)

Aber Achtung: Aktivkohle wirkt so stark entgiftend, dass du auf jeden Fall ein paar Stunden Pause zwischen dem Black Latte Genuss und der Einnahme wichtiger Medikamente machen solltest, ansonsten kann es nämlich sein, dass die Wirkung darunter leidet! Aus diesem Grund ist der Black Latte leider kein Getränk für jeden Tag, aber für einen kleinen Detox zwischendurch spricht absolut nichts dagegen.

So, jetzt will ich dir aber verraten, wie du den Black Latte selber machen kannst! Es ist gar nicht so schwer, du brauchst eigentlich nur Aktivkohle, Milch, Kaffee und einen Milchschäumer (ich verwende diesen hier* und liebe ihn! Er ist günstig und total einfach, erfüllt seinen Zweck aber wirklich bestens. Aber Vorsicht beim Aufschäumen: Nimm hier unbedingt ein möglichst hohes Gefäß, sonst geht die Milch schnell über. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche, nach meinem ersten Versuch konnte ich die halbe Küche putzen.)

Black Latte

Zubereitungszeit 5 Minuten
Portionen 1

Zutaten

  • 150 ml Milch
  • 50 ml Espresso
  • 1/2 TL Aktivkohlepulver
  • 1 TL Vanillezucker

Anleitungen

  1. Die Milch langsam und vorsichtig in einem möglichst hohen Gefäß erhitzen - Achtung, sie sollte nicht kochen! Wenn du einen Milchschäumer hast, der die Milch automatisch mit erhitzt, fällt dieser Schritt weg. 

  2. Während die Milch sich erwärmt, einen Espresso zubereiten und am besten schon in ein kleines Kännchen laufen lassen. Falls du keine Espressomaschine hast, tut's natürlich auch ein normaler Kaffee (aber sag das niemals einem Italiener!)

  3. Den Espresso mit dem Aktivkohlepulver und dem Vanillezucker gut verrühren

  4. Wenn die Milch die gewünschte Temperatur hat, mit dem Milchschäumer aufschäumen, bis ein cremiger Schaum entsteht. 

  5. Den Milchschaum in eine Tasse oder ein Glas gießen, mit der Espresso-Aktivkohle-Mischung aufgießen und noch heiß genießen!

 

Und wie schmeckt das Ganze nun? Aktivkohle selbst ist ziemlich geschmacksneutral! Da ich das Getränk mit Vanillezucker süße, schmeckt es angenehm vanillig (ist das ein Wort?) und lecker. Also keine Sorge, es schmeckt nicht, als hättest du mit dem Kamin geschmust 😉 Also trau dich und trink deinen Kaffee einfach mal anders!

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